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Zur Rechtfertigung des vorliegenden Versuches genügt meiner Ansicht nach der Hinweis auf die ungeheuere Flut von Arbeiten über Napoleon I.; beträgt doch nach F. Kircheisen die Bibliographie des Napoleonischen Zeitalters — die überdies keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt — 80.000 Publikationen!
Diese gigantische, kaum einer anderen Geschichtsepoche auch nur annähernd zukommende Ziffer weist ja darauf hin, daß hier Probleme und Motive in Frage kommen mögen, welche in abgründiger Tiefe verborgen liegen, una deshalb den selbst mit so beispielloser Emsigkeit betriebenen gewöhnlichen Methoden der Geschichtsforschung entweder vollends widerstehen oder durch dieselben nur unzulänglich und unbefriedigend aufgehellt werden; so, daß sich diese mit der wohl am tiefsten dringenden und aufschlußreichsten, der psychoanalytischen Methode kombinieren, ja stellenweise, an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt, der Psychoanalyse sogar ganz das Terrain überlassen müssen.
Wie im Nachstehenden gezeigt werden soll, erstreckt sich diese Forderung in besonders hohem Maße auf die sogenannte »korsische Periode« Napoleons, auf die sich die vorliegende Untersuchung beschränkt, und von der ohnehin schon Masson in seiner Vorrede zu den »Manuscripts inédits« meinte: »Il faut une étude particulière pour ces deux années »septembre 1791-juin 1793«.«
Die Insel Korsika, bekanntlich das Vaterland Napoleons, stand seit dem vierzehnten Jahrhundert unter der Herrschaft der