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Zu den wenigen Gebieten, auf die eine Anwendung psychoanalytischer Forschung bisher nicht recht erfolgte, gehört wohl die Geschichte der Technik und der Erfindung im allgemeinen. Es liegt dies vermutlich an der Tatsache, daß rein theoretische Erwägungen höchst unfruchtbar wären, und daß empirisch bewiesene Feststellungen aus der Entwicklung technischer Erfindungen wenig oder so gut wie kaum vorliegen. Wir verdanken den Anfang zu einer historisch, exakt verfahrenden Geschichte der Technik erst den Forschungen Feldhaus'. Mit andern Spekulationen früher sich abzugeben, verlohnt sich kaum.
Will man technische Erfindungen mit dem Sexualmotiv in Beziehung setzen, so muß man selbstverständlich außerordentliche Vorsicht üben. Auch die nachfolgenden Zeilen wollen eher hypothetisch verstanden sein. Zum Darauflosdeuten hat man bei einer Wissenschaft, die rein auf Empirie fußt, besonders wenig Recht, und in der modernen »Technik« unserer Zeit dürfte Psychoanalyse überhaupt deplaciert erscheinen.
Furchtbarer wird der Versuch, wenn man primitive, allgemeiner gesagt einfache Erfindungen darauf hin prüft, wie weit sie ihr Entstehen Sexualvorbildern verdanken.
Daß der menschliche Körper, wie die Natur überhaupt, zunächst zum Vorbild genommen wird, ist bekannt. Die Entstehung der Brücke aus einem umgefallenen Baum, einer Liane, das Erfinden des Winkelhebels etwa aus der Arm- oder Beinbauart, scheint durchaus plausibel. Ebenso nimmt man ganz bewußt in neuerer Zeit Vorbilder für Erfindungen vom Menschenkörper, etwa die Camera obscura gemäß der Bauart des Auges, den Schalltrichter anpassend der Ohrmuschel usf.
Wenn man Sexualvorbilder sucht, so darf man sie nur dann aus einfachen Erfindungen ableiten, wenn diese eindeutig, spezifisch den körperlichen Organen konform zu gehen scheinen. Das Sexualvorbild muß gleichsam derb, plastisch vorliegen. Die sexuelle Idee darf sich nicht zu weit vom Objektiven entfernen, sondern möglichst in reeller Wiedergabe angewendet sein auf den Zweck der Erfindun