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Der Traum benützt, wie wir aus vielen Analysen wissen, in seiner Arbeit oft Assoziationen, welche nur durch lautliche Ähnlichkeit mit früheren Gedankengängen verbunden sind. Er ist auch hierin dem kindlichen Vorstellungsleben ähnlich, das unverstandene Wörter an bereits bekannte angleicht. Einige Beispiele: Max verstümmelt das Wort Professor, dessen Bedeutung ihm nicht bekannt ist, und erzählt von einem Profiseur 〈Anlehnung an das Max bekannte Wort Friseur〉. Er erklärt seiner Schwester mit betonter Überlegenheit, ein Löwe sei immer zahn er als ein Tiger 〈Angleichung an Zahn〉. In der Spielschule hat er ein Gedicht »Lob des Herbstes« gelernt, das er zu Hause auswendig hersagen will. Nach dem üblichen Lob der guten Früchte, welche der Herbst uns bringt, vernehmen wir überrascht den Schluß:
»Menschen, nehmt die Gabel gern,
aber danket auch dem Herrn!«
Unter Gaben kann Max sich wenig vorstellen, doch das Wort Gabel ist ihm geläufig.
Th. Reik.