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Der Psychoanalytiker, welcher der fast einmütigen Ablehnung seiner Erkenntnisse durch die in ihrer Seelenruhe gestörten Menschheit einen gewissen Fatalismus entgegenzusetzen gelernt hat, wird in großen Zeitabständen von gewissen Erfahrungen vorübergehend aus dieser Stimmung aufgerüttelt. Während die tonangebenden Gelehrten unausgesetzt damit beschäftigt sind, unsere Wissenschaft zum soundsovielten Male zu vernichten und zu begraben, meldet sich bald aus dem fernsten Indien, bald aus Mexiko, Peru oder Australien ein einsamer Denker, Arzt oder Menschenbeobachter, und erklärt sich als Anhänger Freuds. Noch überraschender ist es, wenn es sich herausstellt, daß in unserer nächsten Nähe im stillen ein Psychoanalytiker gearbeitet hat und mit dem jahrelang gesammelten psychoanalytischen Wissen plötzlich vor die Öffentlichkeit tritt. Am allerseltensten kommt man aber in die Lage, in den Werken der anerkannten Größen der heutigen Wissenschaft Spuren des psychoanalytischen Einflusses oder einen Parallelismus ihrer Denkrichtung mit jener der Psychoanalytiker zu entdecken.
Bei diesem Stande der Dinge wird es wohl jeder verzeihlich und verständlich finden, daß ich bei der Lektüre des Vorwortes von Ernst Machs Arbeit: «Kultur und Mechanik»1 die, natürlich immer nur notgedrungene, und schwer zu ertragende fatalistische Einstellung für einen Moment wieder fallen ließ und mich der optimistischen Idee hingab, in einem der bedeutendsten der jetzt lebenden Denker und Gelehrten2 einen Gleichgesinnten begrüßen und verehren zu können.
Meine — wie sich bald herausstellte — irrige Erwartung wird mir jeder Psychoanalytiker nachempfinden, der dieses Vorwort — dessen Inhalt ich hier zum Teile wiedergebe — liest.
«In der Einleitung der 1883 erschienenen ‚Mechanik’ des Verfassers ist die Anschauung vertreten» — heißt es am Anfange des Vorwortes — «daß sich die Lehren der Mechanik aus den Erfahrungsschätzen des Handwerks durch intellektuelle Läuterung ergeben haben.»
«Es bot sich nun die Möglichkeit,