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Dem Verständnis jener überaus rätselhaften und in ihren Wurzeln noch unbekannten massenpsychologischen Erscheinung, deren Kriterien die meisten modernen europäischen Sprachen im Namen »Panik« zusammenfassen, haben uns die Arbeiten, die sich mit ihr bisher beschäftigten, nur mit oberflächlichen-allzuoberflächlichen Beiträgen, nur durch — mehr oder minder vollständige — Anführung der Symptome näherzubringen versucht. Auch Autoren, die sich mit der Massenpsychologie im allgemeinen oder mit irgend einem ihrer in Betracht kommenden besonderen Kapitel beschäftigten, fühlten sich durch die rätselhaften Erscheinungen der Panik höchstens zu Hinweisen und Erwähnungen angeregt. Mit mehr oder weniger Ausführlichkeit sichten sie Erscheinungseinzelheiten der Panik in Gruppen, die durch Gesichtspunkte der Symptomatologie geschieden sind, ohne der Panik auf den Grund zu gehen. Hat sich auch der eine oder andere auf dem Gebiete der Massenpsychologie forschende Soziologe mitunter in tiefere Zusammenhänge verirrt, im Grunde genommen bietet er uns doch nur eine breitere 〈in vieler Hinsicht immerhin wertvolle〉 Deskription, Die Psychologen aber, die sich doch angesichts des rätselhaften Auftretens der Massenpanik oder auch wegen der möglichen Analogie zu individualpsychologischen Erscheinungen dem tieferen Eindringen ins Problem nicht verschließen hätten dürfen, stehen diesem Massenphänomen — man kann schlechthin sagen — ratlos gegenüber. Unter jenen haben die auf psychologischer Grundlage forschenden Soziologen — 〈so Le Bon, der überraschend intuitiv die Funktion der seelischen Sphäre