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Vor einigen Jahren hat Sachs in einer Arbeit 〈»Über Naturgefühl«, Imago, I. Jahrgang 1912, 2. Heft〉 den Versuch unternommen, »die von keinem Zweckgedanken berührte Naturlust, also ein ästhetisches Problem, mit den Mitteln der psychologischen Betrachtung« einer Kritik zu unterziehen. Da er seinen Ausführungen die analytische Forschungsmethode Freuds zugrunde legte, hat er damit ein noch unerforschtes Neuland betreten. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß seine Arbeit, auch in Anbetracht des sehr weitschichtigen Stoffes, nicht als Lösung, sondern nur als wertvolle Anregung hingenommen werden kann. In der von Sachs eingeschlagenen Richtung ist über dieses dankbare Thema nicht weiter gesucht worden, obgleich es sich in manchem Belang gelohnt hätte. Es liegt ja im Wesen der Psychoanalyse, daß sie sich nicht dauernd auf den gesonderten Kreis der klinischen Erfahrung beschränkt; ihr steht vielmehr alles, worin menschlicher Geist sich betätigt, nahe. Für eine derart wichtige Frage, wie sie Sachs aufgeworfen hat, besitzt ihre Methodik, die von Freud und seinen Schülern noch immer in unermüdlicher Weise bereichert wird, so manche Handhabe zur Weiterförderung. Die geeignetste und praktikabelste hat sich Sachs allerdings entgehen lassen: die Schöpfung aus der Traumquelle. Nimmt doch in der Bildersprache des Traumes die Natur den breitesten Raum ein; was sich hier als Lösung anbietet, läßt sich mutatis mutandis auf weitere Bezirke ausdehnen. Wir wollen versuchen, diesen Weg zu betreten, den Stoff dabei jedoch auf eine typische Erscheinungsform begrenzen, die vielleicht geeignet ist, auch weiterreichende Folgerungen zu gestatten. Ehe wir aber mit dem Konkreten beginnen, wollen wir die Resultate von Sachs für den späteren Hinweis in gedrängter Kürze anführen.
Sachs unterscheidet vor allem zwei Typen: »das Naturgefühl des frühen Griechentums, wie es in den homerischen Epen festgehalten wurde und jenes unserer Gegenwart, das, wo nicht scharf umrissen, uns doch unmittelbar verstän