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Verlängerung der Säuglingszeit.
Lassen sich die magisch-religiösen Handlungen und Vorstellungen Primitiven, die sich auf sein eigenes Ich beziehen, aus irgend einem einheitlichen Gesichtspunkt zusammenfassen und psychologisch erklären? Wir wollen versuchen, in den ontogenetischen Resultaten der Psychoanalyse über die Entwicklungsstufen der Libido eine Parallele und einen Leitfaden zu finden. Wir machen also gleich den Anfang mit der oralerotischen Abart der Autoerotik, mit der Saugelust2. Es ist nun natürlich vorauszusetzen, daß ein lange fortgesetztes Saugen des Kindes an der Mutterbrust diese Art der Libidobetätigung besonders verstärken muß, ja eine solche wird wohl nicht immer aus Ursachen der äußeren Notwendigkeit, sondern schon als Symptom der konstitutionellen Saugelust entstanden sein. Dies ist nun durchaus der Fall bei den Primitiven. Bei den Kai in Deutsch-Neu-Guinea werden z. B. Säuglinge von zwei Monaten neben der Milch bereits mit Taro gefüttert, welche die Mutter zu Brei zerkaut und dem Kleinen in den Mund gibt. Ein Mangel an