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Aus den Biographien und Werken einer Reihe bekannter Mystiker aller Zeiten sucht der Verfasser die Erscheinungen und Ausdrucksformen des Prozesses zu gruppieren, den er mit dem Jungschen Begriff der Introversion am besten zu charakterisieren glaubt. Alle Mystiker sind introversiert, aber nicht jede Introversion ist mystischer Natur 〈S. 27〉. Leider erfahren wir nirgends genügend wodurch sich speziell die mystische Introversion auszeichnet. Fun Vergleich der dargestellten Typen ergibt, daß sie doch recht verschiedene Strukturen aufweisen, zu deren Schilderung sowohl die Janetsche Störung des Wirklichkeitssinnes als auch der Bleulersche Autismus und die verschiedenen Begriffe der Freudschen Psychologie herangezogen werden. Morel hebt bei den vorwiegend männlichen Typen, bei denen er meist einen ausgesprochenen Narzißmus feststellt, ein starkes Vorwiegen der sogenannten funkrionellen Symbolik hervor und erinnert sich dabei vielleicht zu wenig des Unstandes, daß jedes Symbol als Produkt einer Verdichtung gleichzeitig mehrfache Deutungen fordert, daß also funktionale und materiale sich decken und verflechten können. Sicherlich wäre er sonst auf die Hauptwurzl der vielverästelten mystischen Psyche aufmerksamer geworden, nämlich die infantile, starken Verdrängungen verfallene Schaulust, die sich in den halb Iust-, halb angstbetonten Visionen des späteren Ekstatikers entlädt. Unschwer lassen sich reichlich Belege für diese Auffassung finden:
Von Dionysius erfahren wir, daß die Lichtsymbolik eine sehr große Rolle in seinen Werken spielt 〈S. 103, 106〉. Bei der Introversion der Inder wird als eine Hauptsache Fixierung des Blickes verlangt, um die eigene Seele zu erblicken 〈S. 153〉 und dieser Blick wird verglichen mit dem in die Tiefe des Sees 〈S. 154〉. Plotin fordert: Schließen wir die Augen des Körpers, um in uns eine andere Sicht zu eröffnen. In der Ekstase betrachten wir den Einen 〈S. 166〉, es hat darin keine Bilder und Schauspiele mehr 〈S. 168〉. Philosophie und Moral begleit