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Der Autor stellt sich die Frage, ob die beiden wichtigsten Prinzipien, die Flournoy der Religionspsychologie zugrunde gćlegt hat, von der Psychoanalyse noch befolgt werden. Diese beiden Prinzipien sind bekanntlich: Ausschaltung der Transzendenz und biologische Erfassung der religiösen Phänomene.
Neeser beginnt seine Übersicht mit Flournoy selbst, und zwar mit seinem letzten Werk »Une mystique moderne«. Nachher bespricht er die Werke von Berguer; »Quelques traits de la vie de Jésus au point de vue psychologiques et psychanalytique« 〈Genève et Paris 1920〉, von F. Morel »L'introversion mystique« 〈Genève 1918〉 und von A. Maeder »Guérison ei evolution dans la vie de l'äme« 〈Zürich 1918〉. Und bei jedem einzelnen dieser Autoren fragt sich Neeser, ob sie die von Flournoy aufgestellten Grundprinzipien befolgen oder nicht.
Neeser besdmldigt die erwähnten Psychologen, daß sie in bezug auf das erste Prinzip, sich betreffs der Transzendenz Reserve aufzuerlegen, die selbstezogene Grenze 〈in verschieden hohem Maße〉 überschreiten. Durch die Tatsache, daß sie die Genese oder die persönliche Ausarbeitung der Idee oder der Repräsentation der Transzendenz zu erfassen bemüht sind, treten sie aus ihrer Reserve, aus dem Reiche der Transzendenz selbst, heraus. Das ist aber ein Eingriff der Psychologie in das Gebiet der Metaphysik.
In bezug auf das zweite Prinzip teilt Neeser die. Autoren in solche, deren Erklärung entweder biopsychologisch oder biophysiologisch ist. Diese Unterscheidung scheint uns aber mehr in Worten als in Wirklichkeit zu bestehen.
F. Morel 〈Genf〉.