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Verfasser behandelt die kriminalistische Tatsache, daß die Zahl der Verbrechen und Vergehen gegen die Sittlichkeit im Sommer 〈Juni -Juli〉 am höchsten, im Winter 〈Dezember-Januar〉 am niedrigsten ist. Dieser Umstand tritt aus Statistiken verschiedener Länder sehr prägnant hervor. Verfasser bestreitet nicht, daß »Narureinflüsse« 〈»kosmische«, »meteorologische«〉 sowohl wie »soziale oder kollektive« Einwirkungen 〈Alkohol〉 eine Rolle spielen, »wobei der Mai mit seinem Sprossen, Grünen und Blühen die Lebenskraft und mit ihr die Libido besonders anregen mag«. Aber »selbstredend wird man es ablehnen müssen, die Willensfreiheit auszuschalten«. Hier setzt die Kirche mit ihren Hilfeleistungen ein. Ein Hauptmittel der Kirche gegen sexuelle Verirrungen ist die Askese des Fastengebotes. Der Verfasser zitiert Fr. W. Foerster: »Es ist eine uralte Erfahrung, daß nichts so dämpfend auf die Naivetät des Begehrens wirkt und der Welt des Leibes eindrucksvoll die geistigen Forderungen fühlbar macht, wie gelegentliche Eingriffe in den Ernährungsprozeß … Es liegt ja überhaupt die gesundeste Sexualpädagogik darin, daß man irgend einen nicht unmittelbar dem sexuellen Leben an gehörigen Trieb benutzt, um daran den jungen Menschen in den richtigen Umgang mit seinen Trieben überhaupt einzuüben.« Daß die Kirche eine gewiegte Pädagogin ist, beweist dem Verfasser das vierzigtägige Fasten »gerade in der Zeit des Ansteigens der Begehrlichkeit, die da anstürmt, um zu dem Zenith der Sommerglut aufzustreben?« Das fortwährende Steigen der Gesamtkriminaliträt als auch des Anteiles der Sittlichkeitsdelikte daran hängt damit zusammen, daß unser Geschlecht das Fasten und das Entsagen verlernt hat. Die Kirche mildert allerdings heute angesichts der Anforderungen des modernen Lebens mit seiner Arbeitshetze die früher strengen Fastenvorschriften. Doch die von dem einen oder anderen Gebot entbunden sind, »sollen sich da ja nicht auch jeder anderen Askese wider das Fleisch überhoben dünken, Da gilt es - Ersatz zu