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Der Autor wurde durch das 1908 bei Alcan erschienene Buch »La synthèse mentale« bekannt. Später veröffentlichte er bei Flammarion ein Werk »L'Inconscient«, das die Psychoanalyse unmittelbarer interessiert. Hier legt er uns, indem er den Ribotschen Arbeiten über die Geschichte der deutschen und englischen Psychologie folgt, ein Buch über die Geschichte der französischen Psychologie vor. Wir bedauern, daß Dwelshauvers nicht einen größeren Teil seines Buches der zeitgenössischen wissenschaftlichen Psychologie gewidmet hat. Tatsächlich kann man nur mit Mühe aus seinem Werke in die letzten Resultate, zu denen die französischen Psychologen gelangten, Einblick gewinnen. Dieses Buch lehrt uns nicht, in welcher Weise die modernen Autoren die Probleme des Gedächtnisses, der Intelligenz, der Gefühle oder Triebe auffassen. Dwelshauvers begnügt sich damit, die leitenden Ideen der verschiedenen Systeme der psychologischen Philosophie, die im Laufe des 19. Jahrhunderts geherrscht haben, zu beschreiben. Er glaubt auch nicht an den Wert der Metaphysik. - Wir bedauern, daß nur von den französischen Autoren die Rede ist und die Werke der Belgier und Schweizer, die in französischer Sprache erschienen sind, unerwähnt bleiben. Sein Buch sagt uns nichts über die Arbeiten von Decroly über die Psychologie der abnormalen Kinder, spricht auch nicht von den Entdeckungen Eduard Claparèdes und Pierre Bovets in der Kinderpsychoiogie, auch nicht von den mediumistischen Forschungen Th. Flournoys. Aber selbst innerhalb der Französischen Autoren gibt es unbegreifliche Lücken. So würdigt Dwelshauvers nicht mit einem Worte die experimentalpsycologischen Arbeiten von Dr. Toulouse. Gleicherweise übergeht er die Leistungen auf dem Gebiete der pathologischen Psychologie von Féré, Sollier, Rogues de Fursac, Logre, Devaux, Dupouy etc. mit Stillschweigen, Trotz all dieser Lücken bleibt das Buch ein interessantes Werk und ein Kapitel der Geschichte, das geschrieben werden mußte.
Die Psychoanalytiker können bei