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Wie schon der Titel andeutet, beabsichtigt der Verfasser, nur einen kritischen Überblick und keinen Originalbeitrag zu diesem ausgedehnten Thema zu liefern, das Gebiete wie vergleichende Religionsforschung, Massenpsychologie. Anthropologie und Ethnologie in sich einschließt. Die Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der schwierigen Frage der Methodologie, bespricht die Kriterien, nach denen die Deutung der anthropologischen Erkenntnisse vor sich geht, die Prinzipien, welche den verschiedenen Arbeits-methoden zugrunde liegen und die günstigsten Ausgangspunkte für Forschungen und Untersuchungen. Da uns hier aber weder Zeit noch Raum zur Besprechung dieser komplizierten Probleme zur Verfügung stehen, wollen wir uns darauf beschränken, einige Worte über den Gesamteindruck zu sagen, den die Arbeit erweckt.
Man hat bei der Lektüre die Empfindung, daß der Autor — zweifellos in dem Bestreben, objektiv zu bleiben — jede Kritik der dargelegten Methoden zu ängstlich vermeidet, so daß sein Buch schließlich eine Aneinanderreihung von Auszügen aus einer Theorie nach der andern wird und es versäumt, die organischen Beziehungen der einzelnen Methoden untereinander anschaulich darzustellen. Immerhin verschafft es Lernenden einen guten Überblick über die Hauptrichtungen auf diesem Arbeitsgebiet und enthält gleichzeitig eine sehr brauchbare und sorgfältig ausgewählte Bibliographie. Daß anderseits die Aussagen des Autors nicht immer verläßlich sind, beweisen einige grobe Irrtümer und Mißverständnisse, die ihm in der Darstellung der psychoanalytischen Theorie unterlaufen.
Die Verwendbarkeit des Buches wird leider durch seinen Stil — ein schwer lesbares Deutsch-Amerikanisch — stark beeinträchtigt.