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Wie in seinen vorangehenden Werken liefert uns hier Saintyves eine Materialsammlung, die zwar ein wenig fragmentarisch und undurchsichtig, aber sehr lehrreich und abwechslungsvoll ist. Gerade diese Mannigfaltigkeit seines Materials hindert ihn, sich an eine oder die andere der beiden, »ein wenig einfältigen« Theorien, des Ursprungs der Medizin und Apothekerkunst anzuschließen, an die rein empirische und die mystische oder magische. Er berücksichtigt den Anteil, den die mehr oder minder zufällige Entdeckung von bestimmten Heilmitteln und von bestimmten Verfahren herangebracht hat und berücksichtigt in gleichem Maß den Anteil des »Instinktes« beim Menschen in der Entdeckung von Heilmitteln, die zur Linderung seiner Leiden geeignet sind. Aber der weitaus wichtigere Teil seiner Zeugnisse drängt ihn dazu, am Ursprung der Medizin mystische und hauptsächlich magische Einflüsse zu sehen. Die Magie ist gleichzeitig eine Wissenschaft, eine Kunst und eine Religion. Sie ist das Ganze der Meinungen, der Techniken, und der Gefühle, durch welche der Primitive die Welt begreift, zu gewinnen sucht, ihre unsichtbaren Kräfte benützt und die seine seelische Haltung gegenüber geheimnisvollen Mächten bestimmt. Der Autor gibt folgende Definition der Magie, von der er viele Verfahren beschreibt: »Sie ist eine Art von geistiger Physik, aufgebaut auf weiten und kindlichen Verallgemeinerungen in bezug auf nützliche Ziele«.