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In dieser Zeitschrift ist von anderer Seite die Sage des Sünden-falls mit Hilfe der Symbole gedeutet worden. Die Schlange, von der Eva — und nach ihr jede Frau — verführt wird, ist als Phallus aufgefaßt, der lustige Baum, von dem gut zu essen und der lieblich anzusehen ist, bedeutet dasselbe, während seine Früchte Hoden und Eichel des Mannes und, vom Weibe gereicht, die Brüste oder Scheide sind. Daß diese Erklärung zutrifft, ergibt sich aus dem weiteren Verlauf der Erzählung, die berichtet, wie das Menschenpaar sich seiner Nacktheit schämt, sobald es vom Baum der Erkenntnis gegessen hat. Der Nacktheit schämt sich und kann sich nur schämen, wer von dem Schuldbewußtsein der Geschlechtssünde bedrängt ist1. Die Erzählung meint mit dem Sündenfall den Liebesverkehr von Mann und Weib und der Ausdruck »Erkenntnis« ist in derselben Bedeutung gebraucht, die er häufig in der Bibel hat, als ein Erkennen, ein Beschatten, Beschlafen des Weibes.
Es wäre albern, bei dieser klaren Sachlage anzunehmen, die Symbolik von Schlange, Baum und Apfel sei von der Analyse willkürlich in die Erzählung hineingedeutet, Sie ist von vornherein darin und wer verstehen kann, versteht sie. Noch schwieriger wird die Annahme der künstlerischen Absicht, wenn man die Erzählung weiter verfolgt, Gott spricht einen Fluch über Schlange, Weib und Mann aus, der seltsam vom Symbol durchsetzt ist. »Auf deinem Bauche sollst du gehen, sagt er der Schlange, und Erde essen dein Lebelang«, der Penis geht am Bauche hin und her bei jedem Schritt des Menschen und sein Mund ist nach der Erde gewendet. Und weiter: »Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir