You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Gaßmann erinnert daran, daß die Unterrichtssektion in Zürich der Lehrerschaft empfahl, sich ernsthaft mit der Psychoanalyse auseinanderzusetzen. Durch diese offizielle Aufforderung, sagt der Verfasser, sei die Frage entschieden, ob es schicklich sei, sich mit der verrufenen Psychoanalyse zu beschäftigen. In dem festen Glauben an die Wirksamkeit der Erziehungsmaßnahmen liege wohl letzten Endes auch die lebendige Quelle des Erfolgs. Und da die Psychoanalyse diesen Glauben in mehrfacher Hinsicht stärkt, so hilft sie mit, den Erziehungsidealismus unserer Zeit zu stützen und zu heben. Er betont die großzügige Auffassung des geistigen Lebens und die Deutung der Lebensfunktionen in der Psychoanalyse. Praktisch ist der Autor nicht konsequent. Nach reiflicher Überlegung müsse er es ablehnen, die Psychoanalyse in ihrer vorhin gezeichneten Form in die Zahl der Erziehungsmethoden aufzunehmen, die im Rahmen unserer Volksschule anwendbar seien.
U. Grüninger.