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Die Arbeit deckt sich teilweise mit dem Vortrag, den der Verfasser im September 1919 in der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse hielt 〈siehe Autoreferat im VI. Jahrgang der Internationalen Zeitschrift, S. 107〉. Sie bringt eine kurze Biographie und eine große Anzahl von Belegstellen aus den Schriften Antoni Unternährers 〈1759-1824〉, jenes Stifters der autochthon-schweizerischen Sekte der Antonianer, der die geschlechtliche Vereinigung als einzig wahres Abendmahl predigte. Aus dem gut beobachteten Falle eines heutigen Antonianers sucht Verfasser nachzuweisen, daß die Affinität zu derartigen Sektenlehren hauptsächlich in sexueller Organminderwertigkeit begründet sei. Dies kann ich aus eigenen Antonianer-Untersuchungen zum Teil bestätigen, muß aber hinzufügen, daß in vielen Fällen nicht Organminderwertigkeit, sondern rein psychische Faktoren den Ausschlag geben und daß auch damit noch nicht zu erklären ist, wie ein Sektierer den großen Schritt zu einer so sehr