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Der Begriff der Kulturmythologie.
Kulturmythologie als die Lehre von den mythischen Spiegelungen der eigenen Schöpfungen des Menschen beziehungsweise menschlicher Gesellschaften ist als eigenes Forschungsgebiet noch kaum betrieben worden, wenigstens nicht in bewußter Abgrenzung von der Erforschung des Natur- und des Heroenmythus1. Entweder erschien der Kulturmythus als Bestandteil des Heroenmythus, wofür der Terminus »Kulturheros« 〈Prometheus, Theseus, Maui〉 Zeugnis ablegt oder der Kulturmythus wuchs aus dem Naturmythus hervor 〈Demeter und Kore〉. Zum Teil war auch das, was wir in dieser Arbeit zur Kulturmythologie rechnen wollen, Arbeitsgebiet der Ethnologie und Volkskunde gewesen und man mag aus der Erweiterung des Begriffes, die sich der Verfasser damit erlaubt hat, daß er die äußeren Lebensformen und ihre psychologische Geschichte in seine Systematik hereinbezieht, ihm einen Vorwurf machen. Diesen zu entkräften ist nicht Sache theoretischer Erörterungen zu Beginn des Werkes; der Zusammenhang des Ganzen wird diese Einbeziehung entweder rechtfertigen