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Wenn wir Erwachsenen von Sprache reden, so denken wir uns den wörtlichen Inhalt und übersehen, welche Rolle, selbst bei geschriebenen Texten, Hilfsmittel aus dem Gebiete der rhythmisch-melodischen Sprache, wie Ausrufungszeichen, Fragezeichen usw, spielen. Diese melodischen Ausdrucksmittel kommen noch mehr bei einer Rede in Betracht; hier gesellt sich noch ein dritter Faktor hinzu, Mimik und Gebärde, Ausdrucksmittel die wir als visuelle Sprache bezeichnen können, welche namentlich in Träumen als eigenartige Bildersprache eine so hervorragende Rolle spielt. Demnach müssen wir neben der Wortsprache noch andere unterscheiden, wie die Melodiesprache, visuelle 〈Bild-〉 Sprache, Tastsprache u. dgl. m. Als bewußtes Verständigungsmittel spielen bei den Menschen die akustisch vermittelten Sprachen 〈Melodie und vor allem Wort〉 eine weitaus überwiegende Rolle, weshalb sie vor allen anderen den Anspruch erheben, »soziale Sprachen« genannt zu werden. Lazarus sagt mit Recht, daß erst mit der Sprache, worunter er die Wortsprache versteht, der Mensch ein soziales Wesen wurde; »die ganze Welt besteht nun nicht mehr aus einem Nicht-Ich und einem, nämlich meinem Ich, sondern aus Nicht-Ich und sehr vielen Ich, so vielen nämlich, als da reden, als einander verstehen und darin ein Zeugnis gemeinsamen und gleichartigen Bewußtseins ablegen«, etwas weiter: »erinnern wir