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Die folgenden Ausführungen sind demdritten und vierten Kapitel eines noch nichtveröffentlichten Werkes »Die Entstehungder griechischen Tragödie« entnommen.
Jegliche Untersuchung über die Entstehung der griechischen Tragödie wird sich zunächst mit den Ausführungen des Aristoteles im 4. Kapitel seiner Poetik auseinandersetzen müssen, die bis in die jüngste Zeit richtunggebend für alle Theorien über den Ursprung des antiken Dramas geblieben sind.1
»Hervorgegangen aber ist es« 〈das Trauerspiel〉, heißt es an der einen Stelle,2 »jedenfalls aus Stegreifversuchen nicht minder als das Lustspiel, jenes nämlich aus den Vorträgen der Vorsänger im Dithyrambos, dieses aus jenen in den Phallosliedern, die noch jetzt in vielen Städten im Schwange sind.« Und weiter:3 »Entstanden aus der possenhaften Diktion, hat das Trauerspiel sich erst spät infolge einer Umänderung aus dem Satyrspielartigen zu höherer Würde erhoben; was das Versmaß anbelangt, so ist der Jambus an die Stelle des Trochäus getreten.«
Aristoteles gibt also zwei Quellen an: den Dithyrambus und das Satyrspielartige. Wir werden später sehen, daß die Herleitung