You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Meine Damen und Herren! Wenn ich den Sinn dessen, was ich Ihnen sagen will, noch einmal prüfe, so sehe ich, daß ich mit ebensoviel Recht hätte ankündigen können über den psychologischen Sinn biologischer Vorgänge zu sprechen und nicht umgekehrt, wie ich es getan habe. Gerade in dieser Reziprozität ist das Prinzip enthalten, dessen konsequente Durchführung meine heutige Aufgabe ist, und zwar: daß psychische Zusammenhänge ebenso eine biologische Gültigkeit haben, wie biologische Zusammenhänge eine psychische Gültigkeit. Ich möchte aber heute dieses Prinzip nicht auf Grund einzelner analytischer Erfahrungen beweisen, sondern zum Verständnis eines bestimmten seelischen Zustandes verwenden. Diese Anwendbarkeit soll für seine Richtigkeit sprechen. Ich schlage deshalb auch nicht den deduktiven Weg ein, den die Philosophie, seit sie existiert, immer gegangen ist, um ihr Urproblem, den Zusammenhang von Körper und Seele zu ergründen. Die Problemlösungen der Philosophen waren auch nicht wenig verschieden und sie haben sich ja bis heute noch nicht geeinigt. Denken Sie an die radikal materialistische Lösung von Vogt,