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Die vorliegende Arbeit erhebt nicht den Anspruch, historische Zusammenhänge aufzudecken. Sie soll dazu dienen, die psychischen Grundlagen einer phantasierten und vielleicht auch wirklich stattgehabten Zeremonie zu finden. Sowohl die teilweise Unzugänglichkeit als auch Unzuverlässigkeit des Materials erlauben mir, die Schwarzen Messen nur als Phantasieprodukt zu werten und zu behandeln.
Schwarze Messen wurden angeblich seit dem Beginn unserer Zeitrechnung bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein gefeiert, wobei sie den Höhepunkt ihrer Verbreitung im Mittelalter und im Zeitalter Ludwigs XIV. fanden.
So berichtet Hansen in seiner „Geschichte des Zauberwahnes und der Inquisition“, daß man den Christen der ersten Jahrhunderte vorgeworfen hätte, während ihrer Gottesdienste Orgien zu feiern. Einer der hauptsächlichsten Gründe der Verfolgung der Manichäer und Katharer waren nach Hansen, diese angeblich von ihnen veranstalteten Zeremonien, während welcher sich folgendes abspielen sollte: „Die Katharer versammelten sich … beim Einbruch der Nacht in ihren ‚Synagogen’; an einem, an der Decke befestigten Seil, stieg dann ein großer schwarzer Kater zur Gemeinde herab; sobald dieser erschien,