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Der Autor führt aus, daß die psychoanalytische Theorie nicht nur mit den Tatsachen der Evolution übereinstimmt (wie besonders die von der Psychoanalyse
aufgedeckte Plastizität der Triebe und Gefühle), sondern auch auf die Umwandlung gewisser allgemeiner evolutionärer Auffassungen ihre Wirkung üben wird; als wichtiges Argument gegen die Spencersche Auffassung, nach der „Evolution“ gleichbedeutend mit „Fortschritt“ ist, wird sie wieder zu der ursprünglich nicht theologischen Auffassung Darwins zurückführen. Andrerseits ist er der Ansicht, daß eine auf die psychoanalytische Theorie aufgebaute Sozialpsychologie nicht von bleibendem Wert, sondern nur von so langer Dauer wäre, bis unsere Sexualsitten in bessere Übereinstimmung mit den Tatsachen der Biologie gebracht worden sind. Bei dieser letzten Äußerung überschätzt der Autor aber entschieden die Rolle des sozialen Vorurteils als Verdrängungsursache und übersieht, wie tief die Ursachen der Verdrängung eingewurzelt sind.
E. J.