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Neurotische Hemmungen von Talenten zeigen sich in Psychoanalysen immer wieder dadurch determiniert, daß die Verdrängung sich gegen die mit diesen Betätigungen verbundenen libidinösen Vorstellungen wendet und zugleich auch die damit verknüpfte Betätigung mitbetrifft. — Ich hatte an Material aus der Frühanalyse und Kinderanalyse Gelegenheit, Hemmungen zu untersuchen, die sich als solche erst im Verlauf der Analyse feststellen ließen. So erwiesen sich als Hemmungen in einer typisch erscheinenden Weise in einer Anzahl von Fällen z. B.: Ungeschicklichkeit und Unlust zu Sport und Bewegungsspielen, geringe Lernlust, mangelndes Interesse für einen oder den anderen Gegenstand oder im allgemeinen, die sogenannte Faulheit in verschiedenen Graden, aber auch oft nur Verminderung von Fähigkeiten oder Interessen. Ihr Charakter als Hemmungen war zum Teil unkenntlich gewesen, und wir können sie, da sie in dieser Form zur Persönlichkeit jedes Normalen gehören, nicht als neurotische Hemmungen bezeichnen. Nach ihrer Auflösung durch die Analyse zeigte sich als Grundlage der Hemmungen — wie es Abraham bei den an Bewegungshemmungen leidenden Neurotikern nachgewiesen