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Meine Damen und Herren! Die Psychoanalyse vermißt eine Beziehung, welche das Vorbewußte und Unterbewußte zusammenfaßt. Ich möchte Ihnen die Beziehung „das unterschwellige Seelenleben“ vorschlagen.
Erwarten Sie nicht, daß ich Ihnen das komplizierte Problem der Zeit fertig gelöst vorlege. Es handelt sich vielmehr um eine Reihe methodisch durchgeführter Forschungen. Freud war es, der auch hier den Grundstein gelegt hat. In seiner Traumdeutung beschäftigt er sich, wie in keinem seiner späteren Werke, mit der Struktur des Traumdenkens, d. h. des vorbewußten Denkens. Außer den uns allen geläufigen allgemeinen Gesetzen bei der Bildung von Traumgestalten (Verschiebung, Verdichtung, „Pars pro toto“ usw.) finden wir hier speziellere Beobachtungen über die vorbewußte Sprache; so gibt uns Freud Beispiele, wie das „wenn“, das „warum“ im Traume dargestellt werden und dgl. mehr. Diese vorbewußte Sprache, als Ausdruck der Denkmechanik, hat mich stets besonders interessiert. Es sollten hier nach Freud die gleichen Gesetze gelten, die das primitive und kindliche Denken beherrschen. So habe ich mich denn systematisch dem Studium des vorbewußten und kindlichen Denkens gewidmet.