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Die Aufgaben des Verfassers sind unter anderem: „der Begriff der angewandten Seelenkunde muß im denkbar weitesten Sinn gefaßt werden“ (S. IV) und er vermutet, „daß besonders den Kandidaten und Kandidatinnen des Lehramts ein neuzeitliches Hilfsmittel zur Ergänzung der meist rückständigen oder sehr unzulänglichen pädagogisch-psychologischen Handbücher erwünscht ist.“ Und der Verfasser scheint zu finden, daß an solcher Modernisierung auch die Anerkennung der Psychoanalyse gehört. Daher liest man erstaunt: „wir sehen also, daß Synthese und Analyse eigentlich zwei Seiten desselben Tatbestandes sind. Die Analyse hat die Aufgabe, die zerlegten Bestandteile (seelischen Inhalte) miteinander zu vergleichen, um die Verhältnisse und Beziehungen festzustellen, in denen sie zueinander stehen. So ist die Psychoanalyse ein psychographisches Seelenbild, in dem alle irgendwie erreichbaren Merkmale und Charakterzüge eines Einzelwesens in ihrer gegenseitigen Einwirkung beobachtet und aufgezeichnet sind“ (S. 39). Man zweifelt, ob der Verfasser wirklich die Psychoanalyse meint. Aber er spricht von der Notwendigkeit für den Mediziner und Psychiater angewandte Seelenkunde zu treiben und meint: „die Psychoanalyse des kranken Menschen, seine seelische Diagnose und Therapie