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Das Buch will in gedrängtester Form eine Übersicht der wichtigsten Strömungen des gegenwärtigen Denkens, besonders der deutschen Philosophie der Zeit von ungefähr 1900 bis 1920, geben. Die psychoanalytische Methode scheint dem Autor eine Praxis des „Verstehens“ fremder Individualitäten, die er den „irrationellen Erkenntnismöglichkeiten“ zurechnet. Er meint, ein kritischer Kopf werde sich durch manche „recht unerquickliche“ Wege nicht irre machen lassen und das Wertvolle dieser Theorie festhalten, die in der Tat ein vertieftes Verstehen des Seelenlebens ermöglicht. Ihm scheint die psychoanalytische Bewegung mehr und mehr zu einer Metaphysik des Lebens hinzuführen, aus einer therapeutischen Methode sei sie zu einer Art Kulturphilosophie erwachsen, die einseitige Einstellung auf das Sexuelle trete zurück, der Begriff der Libido werde Bergsons „élan vital“ angenähert. Der Autor neigt den Anschauungen Jungs und Adlers, die er fälschlich zur Psychoanalyse rechnet, zu. Der eigentliche Inhalt des Buches, der sich mit den modernen philosophischen Theorien beschäftigt, fällt außerhalb des Rahmens dieses Referates;