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Pfister wendet sich mit Entschiedenheit gegen die Behauptung, die Psychoanalyse suche sich „neben der wissenschaftlichen Psychologie“ zur Geltung zu bringen. In Wahrheit beansprucht sie selbst eine Methode der wissenschaftlichen Psychologie zu sein. Der Autor zeigt, unter Nennung namhafter Vertreter der Psychologie, daß die Psychoanalyse mindestens ebensogut, wenn nicht mehr berechtigt sei, als wissenschaftliche Methode zu gelten. Die Psychoanalytiker nehmen starken Anstoß an den sogenannten Experimenten der sogenannten Experimentalpsychologie, die naturwissenschaftliche Methoden unkritisch auf das ganz andern Prinzipien unterworfene Geistesleben anwendet und, um mit Pascal zu reden, zwar den „esprit de géométrie“, aber kein Fünklein von „esprit de finesse“ besitzt. Wir wissen uns darin einig, mit Naturwissenschaften, die nicht scharf genug diese Verwechslung bekämpfen und die Experimentalpsychologie beanstanden können (Bumke). Dr. Suter gefährdet den Ausspruch auf überlegene Wissenschaftlichkeit dadurch, daß er die Ansichten des Gegners verkehrt wiedergibt. Er behauptet, daß die Bewußtseinsinhalte (also alle) in der Psychoanalyse nur Symbole seien und daß „alles zurückführbar“ sei auf den Sexualtrieb. Diese unsinnige Behauptung kann Dr. Suter in der psychoanalytischen Literatur nicht gefunden haben. Kein Argument ist besser geeignet, Unwillen gegen die Psychoanalytiker hervorzurufen, als der Vorwurf des Pansexualismus. Allein das Argument ist einfach falsch. Pfister fragt, wo Dr. S. die Kompetenz gewinne, über die unbestrittenen Heilursachen zu urteilen und die Psychiater zu belehren, was sie von der Psychoanalyse zu erwarten haben. Obgleich Dr. Suter Erfolge der Psychoanalyse keineswegs bestreitet, argumentiert er doch mit dem Mißerfolg. Und wollte Dr. Suter etwa leugnen, daß nach der alten Pädagogik, die auf die Dogmen der alten Psychologie gegründet war, viele tausend Menschen vernichtet worden sind? Haben wir es in der therapeutischen Psychoanalyse nicht gerade