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Mehr als er ist will der Mensch sein, darum glaubt er gerne verborgene Kräfte zu besitzen; er ist auch schon zufrieden, wenn er annehmen darf, daß solche bestehen und daß andere zu seinem Heile darüber verfügen können. Begierig glaubt man, was mit jener Illusion übereinstimmt; jede Kritik wird unterlassen.
Diesem Mangel versucht Verf. in seiner populären Broschüre entgegenzukommen. Den Aberglauben des Kristallsehens bekämpft er, wenigstens für jene, welche diesen Aberglauben nicht hegen, in wirksamster Weise. Eine solide Kritik der okkultistischen Versuche der „Miss X“ (Mss. Goodrich Freer) in den „Proceedings of the Soc. for ps. Research“ Vol. 5, von solchen des W. H. Myers und des Pierre Janet bildet den Hauptinhalt. Es geht daraus hervor, daß man nicht an prophetische oder telepathische Einflüsse zu denken braucht, daß vielmehr schlummernde oder verdrängte Erinnerungen oder Wunscherfüllungsabbildungen, wie im Traume, im Spiele sind. Außerdem ist unser Gedächtnis sehr unzuverlässig und für Fälschung sowohl durch Suggestionsfragen wie auch für die eigenen Wünsche zugänglich, so daß die Aussagen über angeblich telepathische Ereignisse auch an sich schon mit größter Skepsis überprüft werden sollen. Zur Erforschung des Nichtbewußten kann Verf. den Zauberspiegel nicht empfehlen, weil nur wenige V. P. zum Visionensehen zu bringen sind und es vielleicht hygienisch nicht unbedenklich sei.
A. Stärcke