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Frau Dr. Hug-Hellmuth hat in diesem Aufsatz einige der Probleme, welche die Psychoanalyse in bezug auf die Familienkonstellation und ihre Bedeutung für das Schicksal des Einzelnen zu lösen versucht, in einer für einen weiteren Leserkreis berechneten Form dargestellt. Die besonderen Schwierigkeiten des einzelnen Kindes, die Bedeutung der Vaterhindung besonders des Mädchens, der Einfluß der Familieneinstellung bei unerwünschten und späten Kindern in kinderreichen Ehen, von Disharmonien zwischen Eltern, die besonderen psychischen Bedingungen bei Frühverwaisten und Stiefkindern, werden in ihren Fortwirkungen mit besonderer Hervorhebung der libidinösen Faktoren gezeigt. Die Verfasserin weist auf die seelischen Besonderheiten von vaterlos aufwachsenden Kindern und ihre Einstellung zu den Fragen des Lebens hin, schildert den Einfluß spezieller Faktoren, wie sie im Falle der Adoption, der Aufnahme in ein Waisenhaus, bei der Trennung der Eltern besonders beim einzigen Kind usw. vorhanden sind, und würdigt die von der Psychoanalyse beschriebene Einstellung der Kinder zu Geschwistern, Großeltern und anderen Verwandten. Ihre Beobachtungen, welche an manchen Stellen von der Analyse noch wenig behandelte Fragen besonderer Familienkonstellationen betreffen, sind — wenn auch vielleicht manchmal zu verallgemeinernd — immer beachtenswert und anregend und erinnern uns immer wieder daran, daß die Psychoanalyse auch hier noch ein weites Feld der Forschung vor sich hat.
Dr. Th. Reik