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Die religiösen Bilderschriften der Mexikaner, die das Hauptmaterial dieses Vortrages bilden, sind eigentlich Kalender- und Wahrsage-Bücher, sie enthalten in der Regel die fortlaufende Reihe der Tageszeichen, genannt das Tonalamatl, Buch der Sonnen oder der Tage (in übertragenem Sinn auch Buch des Schicksals) und allerlei Bilder, die die Beziehungen der verschiedenen Götter und ihrer Symbole zu den Tageszeichen, Wochen und größeren Abschnitten des Jahres, sowie zu den Jahresfesten und den wichtigsten Gestirnen darstellen. Wortzeichen gibt es nicht, außer einigen Namenshieroglyphen. Das Verständnis der Bilderschriften wurde uns in erster Reihe durch die Aufzeichnungen des Pater B. de Sahagun ermöglicht, die in aztekischer Sprache, unmittelbar nach den Mitteilungen der Indianer niedergeschrieben und mit deren Zeichnungen versehen, eine einzig dastehende große Enzyklopädie der geschichtlichen und kulturellen Verhältnisse der Mexikaner sind. (Der Pater kam kurz nach der Eroberung, schon