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Knappert hat uns ein sehr bedeutendes Stück Analyse einiger Werke von einem bekannten Kunstmaler gegeben. Der Zufall versetzt mich in die Lage, Ihnen etwas Ähnliches zeigen zu können, obwohl von ganz anderer Art. Ich fühle mich um so mehr veranlaßt, dies initzuteilen, weil Stäre ke in Antwerpen auf dem zweiten Kongreß für moderne Kunst einen Vortrag über Psychoanalyse und Ästhetik hielt, in welchem er zu Ergebnissen kam, die mit denen dieser Arbeit übereinstimmen. Stärcke äußerte nämlich die Meinung, daß die höchsten Schöpfungen des Genies aus einem tief wurzelnden und unbewußteri Infantilismus des Künstlers emporschießen, und daß es ein gemeinschaftliches Kennzeichen von vielen großen Kunstwerken ist, daß sie die Blutschande zum Gegenstand haben.2“
Die Arbeit über den Maler, den wir X nennen wollen, glaube ich als eine Bekräftigung dieser Auffassung betrachten zu dürfen. Patient kommt zu mir, weil er verspürt, daß seine Schöpfungsfähigkeit gebrochen ist. Mehrere vorgenommene Ölgemälde mißlingen. Er zeigt mir kleine Skizzenbücher, die von effektivem Abstieg zeugen. Tatsächlich sind diese nur, wie er selbst sagt, „Probierungen“ zu nennen. Er