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Bei der Lektüre der Freudschen Arbeit über eine Teufelsneurose im 17. Jahrhundert1 fiel mir auf, daß jene ersten wunschphantastischen Visionen, die der mit der Teufelsneurose behaftete Maler Chr. Haitzmann in Wien gehabt, eine interessante Steigerung der Befriedigungsansprüche aufweisen, welche, wenn sie auch scheinbar progressiven Charakter zeigen, doch beherrscht sind von der regressiven Tendenz der Loslösung von der Objektwelt und der Rückkehr in einen Zustand restloser Befriedigung, entsprechend dem urnarziß-tisch-alibidinösen Sein im Mutterleib. Wenn wir auch dieser Regressionstendenz in Analysen und psychoanalytischer Literatur oft begegnen, so bleibt uns doch manches daran rätselhaft. Handelt es sich um eine allgemeine Erscheinung in der menschlichen Psyche? Ist sie derjenigen der Todestriebe verwandt? Sind immer alle, auch die progressiven Strebungen, von diesem Endziel beherrscht? Wird das postnatal-libidinöse Sein vielleicht überhaupt vom Unbewußten abgelehnt? Und schließlich: Ist der alibidinöse Zustand erreichbar? Wenn ja, wie ist mit Bewußtsein vereinbar, was doch ursprünglich absolut unbewußt war? Wichtige Zusammenhänge hat uns Alexander in seiner Arbeit über den „biologischen Sinn psychischer Vorgänge“2 gegeben, indem er nachwies, daß in Buddhas Nirwana tatsächlich ein Zustand erreicht ist, der einer psychologischen Regression in das intrauterine Sein entspricht.
Daß auch die Psyche des Malers Haitzmann von diesem Endbegehren beherrscht war, das geht schon daraus hervor, daß er alle libidinösen Befriedigungen, die ihm in seinen Visionen angeboten werden, als Versuchungen empfindet, sie ablehnt und ins Kloster geht.3