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Innerhalb dieser Artikelreihe, die sich bemüht, gegenüber der historisch-philologischen die psychologische Literaturforschung und ihre Methoden hervorzuheben, führt der Verfasser die psychoanalytische Methode als fruchtbar an. Wenn auch die analytischen Allgemeinerkenntnisse vielfach schematisch gehandhabt werden, dürfe man sich über ihren tatsächlichen Wert nicht täuschen. Zu dem dauernd Wertvollen rechnet Verfasser besonders die Theorie der Verdrängung. Unter ihrem Gesichtspunkt lasse sich gerade das für alle Literaturforschung zentrale Problem des dichterischen Schaffens, wie ein Erlebnis in symbolhafter Ausweitung zu jener Erfüllung strebe, die ihm die Wirklichkeit versagt, in ganz neuem Lichte fassen. Die alte Lehre von der Verwandtschaft von Traum und Dichtung erhalte durch die Psychoanalyse eine physiopsychologische Grundlage. Wir lernen die Dichtungen als „Wunschträume“ verstehen. Der Verfasser rechnet die Individualpsychologie Adlers und die Typentheorien Jungs ebenfalls zur Psychoanalyse.
Th. Reik