You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Eine dankenswerte, übersichtliche Znsammenfassung dessen, was dem heutigen Stande der Wissenschaft entsprechend über das Thema gesagt werden kann, freilich unter gänzlicher Außerachtlassung der Ergebnisse psychoanalytischer Forschung. „Ausgesprochene
Charakteristikum der Begabung bilden …. die Intuitionen, die Spontaneität und das Verhalten des Kindes menschlichen Betätigungen und Werken gegenüber …“ (S. 15.) „Die Erkenntnis der Begabtheit eines Kindes weist natürlich nur auf die allgemeinsten Umrisse der Begabung hin …“ (S. 12,) Erst in der Jugendzeit wird spezifische Begabung bemerkbar. „In welchem Alter treten die besonderen Begabungen und Anlagen auf und wann entfalten sie sich?“ (S. 15.) „Charakteristisch für die musikal ische Begabung ist es, daß ihr Erscheinen gewissermaßen mit Notwendigkeit auf das Jugendalter entfällt. Unter den hervorragenden Musikern gibt es kaum einen, dessen Talent erst nach Abschluß der Jugendzeit aufgetreten wäre … aber … die volle Entfaltung ihrer schöpferischen Kraft fällt erst in den Zeitraum vom 20. bis zum 30, Lebensjahr.“ (S. 20.) „Die Begabung in den bildenden Künsten zeigt sich nicht so früh, wie in der Musik, auch entfaltet sie sich nicht so schnell.“ (S. 21.) „Die literarische Begabung entfaltet sich noch später.“ (S. 22.) „Die wissenschaftliche Begabung entwickelt sich noch später als die dichterische.“ (S. 26.) Dagegen: „diemathematische Begabung entwickelt sich früher als Sie gesamten künstlerischen, wissenschaftlichen und praktischen Talente.“ (S. 27.) „Außer der mathematischen und musikalischen gibt es noch eine Begabung, die gesetzmäßig nur in der Jugend auftritt … das Talent zum Schachspiel.“ (S. 35.) Dies sind die Hauptergebnisse der Arbeit, die recht viel interessantes Material als Beleg enthält. — Es ist demnach erstaunlich wenig, was die Wissenschaft zum Thema des Büchleins zu sagen weiß. Von Erklärung oder Verständnis der Phänomene ist keine Rede. Einige merkwürdig oberflächliche Bemerkungen über den Einfluß de