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Eine fesselnde originelle Untersuchung, ohne technische Hilfsmittel, aber mit seltenem psychologischen Scharfblick durchgeführt. Abgesehen von dem interessanten Thema, ist sie bedeutsam als Beispiel für eine neue psychologische Forschungsmethode. Es wird hier der Versuch unternommen, einen Menschen, und zwar Expräsidenten Wilson, durch die Detailuntersuchung seiner Sprache zu charakterisieren. Es ist anzunehmen, daß diese Methode in künftigen Jahren in der Völkerpsychologie Verwendung finden wird. Die Unterschiede zwischen dem Sprachgebrauch in England und Amerika z. B. wären ein ergiebiges Studiengebiet für solche Untersuchungen.
Der Autor legt seiner Arbeit die Schriften Dr. Wilsons während der letzten vierzig Jahre und einige seiner Reden zugrunde. Ihre Zerlegung und Durchforschung führt er mit solcher Gründlichkeit durch, wie sie nur einem besonders starken Interesse entspringen kann: allein die Zählung der auf Tausenden von Seiten verwendeten Adjektiva bedeutet einen ungeheuren Arbeitsaufwand. Trotzdem der Autor das Gegenteil versichert, fällt es dem Leser schwer, zu glauben, daß hinter diesem Interesse nicht ein feindseliges Motiv verborgen sei, schon aus dem einfachen Grunde, weil jede einzelne Schlußfolgerung ungünstig