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Eine ausgezeichnete Arbeit, die uneingeschränkte Anerkennung verdient. Verfasser leistet als vergleichender Ethnologe Hervorragendes und es ist ihm geglückt, in den Bánaro ein besonders gutes Studienobjekt zu finden. Aus verschiedenen Bemerkungen des Verfassers geht hervor, daß er der psychoanalytischen Auffassung nicht allzu ferne steht. Da haben wir z. B. in der Reifefeier der Mädchen die Defloration durch den zukünftigen Schwiegervater, beziehungsweise seinem „Sippenfreund“ (vgl. Freud: Tabu der Virginität), wozu der Verfasser bemerkt: „Dem Bräutigam bleibt die Braut versagt, bis sie ein Kind geboren hat“. „Kommt dieses zur Welt, so spricht die Mutter: ‚Wo ist dein Vater? Wer hatte mit mir Umgang?’ Der Bräutigam entgegnet: ‚Ich bin nicht sein Vater, es ist ein Geisterkind.’ Sie meint dazu: ‚Wie ist es zugegangen, daß ich mit einem Geiste zu tun hatte?’“ „Diese Äußerungen der Braut deuten darauf …, daß sie auf das Ereignis der Kohabitation wie auf einen Vorgang blickt, der ihr nicht voll zum Bewußtsein gekommen ist“ (von mir gesperrt). Die Defloration erfolgt durch einen alten Mann, der unter Umständen des Mädchens eigener Vater ist (S. 184), und dies durfte die folgende Verdrängung des Ereignisses in der Geisterhalle genügend erklären. Dieser Vertreter der Vaterreihe und die Frau müssen sich später gegenseitig „meiden“ (vgl. über avoidance Freud: Totem und Tabu. ). Thurnwald hebt hervor, daß das Vermeiden aus der seelischen Erschütterung hergeleitet werden könnte, die mit der furchterregenden Begegnung nachts in der dunklen Geisterhalle und den folgenden Vorgängen zusammenhängen. Bekanntlich entstehen gerade aus derartigen Erschütterungen eigenartige Hemmungen und „Verdrängungen“ (S. 94, 95). Das exogame Zweiklassensystem scheint Verfasser als eine Gesellschaftsform, die ans der Freud-Atkinsonschen Urhorde entstanden ist, zu betrachten. Er bemerkt nämlich: „die Spaltung bildet jedenfalls die Voraussetzung dafür, daß