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Die Verfasserin untersucht die psychischen und sozialen Voraussetzungen, auf welche die Veränderung der Stellung des Vaters innerhalb der Familie zurückzuführen sind; sie verweist auf das erwachte Persönlichkeitsbewußtsein der Frau, auf die sozialen Vorstellungen der Neuzeit, auf die „Jugendbewegung“ etc. Sie behauptet, daß die Spuren der Auflehnung des Sohnes gegen den Vater durch die ganze Geschichte der Väterlichkeit erkennbar sind und erklärt sie aus der sozialen Eifersucht zwischen Vater und Sohn. Dies sei einleuchtender als das von der Psychoanalyse betonte Motiv der sexuellen Eifersucht. Gegen die Existenz des Ödipus-Komplexes wird eingewendet, daß Ödipus seinen Vater unwissentlich und nicht aus bewußter Sohnesauflehnung erschlagen habe, er sei also gar kein typischer Repräsentant. Das Mißverständnis — weniger höflich: das Unverständnis — der Verfasserin geht aus dieser Begründung klar hervor.
Dr. Th. Reik (Wien)