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Dieses Werk gehört zu den frühesten erfolgreichen Versuchen, die Anwendung der Psychoanalyse auf das Verständnis des künstlerischen Schaffens, auch des bildenden Künstlers, auszudehnen. Den besonderen Schwierigkeiten dieses Problems ließ sich nur durch einen glücklichen Griff bei der Auswahl des Materials und durch außergewöhnliche Gründlichkeit und Geschicklichkeit bei seiner Behandlung begegnen, Daß Abraham beiden Anforderungen gerecht geworden ist, steht schon längst fest und braucht aus Anlaß der zweiten Auflage kaum noch einmal ausgesprochen zu werden. Besondere Hervorhebungverdient hingegen der
Nachtrag, in welchem der Autor den Nachweis führt, wie genau seine Feststellungen durch die späteren Forschungen, bei denen seinen eigenen klinischen Erfahrungen kein geringer Anteil zukam, bestätigt worden sind. Das Zwanghafte des Kreislaufes vom Glück durch Enttäuschung, Feindschaft und Depression hindurch bis zur künstlerischen Überwindung wirft ein neues Licht auf Segantinis Leben; auch läßt sich erst jetzt verstehen, warum die Phantasie des zu melancholischen Verstimmungen neigenden Künstlers so stark zu dem Bildnis der dem Kinde Nahrung gebenden Mutter hinstrebte.
Dr. Hanns Sachs (Berlin).