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Der Autor untersucht die Zeichnungen einiger Schizophrenen, die zahlreiche erotische Symbole enthalten. Man findet da Türen, Schlüssel, Hieroglyphen, Gestirne usw., bei andern wieder hat das Grundmotiv eine ausgesprochen totemistische
Richtung, d. h. die Bilder sind anthropo- oder zoomorph; einige Zeichnungen wiederum stellen die Tendenz zu einer intrauterinen Regression dar, polymorphe Erotik, inzestuöse Strebungen usw. Es handelt sich hier also um eine „paläogenetische Symbolisierung“, um eine ästhetische Ideologie auf archaischer Grundlage, und zwar bei Kranken, die ja doch gewöhnlich gar keine Bildung und keine Kenntnis der alten Kunst besitzen. Die Arbeit von Delgado ist mit zahlreichen Illustrationen ausgestattet, und am Schluß der Untersuchung weist der Verfasser auf dieselben vom technischen und wissenschaftlichen Standpunkt hin. Die Zeichnungen der Psychopathen bilden nicht nur inhaltlich, sondern auch durch die Erklärungen, die die Patienten darüber geben und durch ihre Assoziationen ein bedeutungsvolles und vom psychodiagnostischen und psyehognostischen Standpunkt sehr verwertbares Material.
Dr. Allende-Navarro (Chile).