You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
„Ich habe gelernt, die Wünsche des Herzens als gerade solche Objekte aufzufassen, als es die Objekte der Außenwelt sind.“
(Der Mensch und seine Welt, I. Bd., Vorwort.)
Es kann nicht in meiner Absicht liegen, die Philosophie des verstorbenen ungarischen Philosophen Karl Böhm zu besprechen.1 Die Psychoanalyse ist und bleibt eine Erfahrungswissenschaft und ruft keine Philosophie zu Hilfe; doch ist es bedeutungsvoll, daß ein Philosoph, der seinen Standpunkt — wenigstens in der Zeit, aus welcher wir seine Gedanken betrachten wollen — zwischen dem Kritizismus Kants und dem Positivismus Comtes sucht,2 der demnach einerseits die unfruchtbaren metaphysischen Spekulationen zurückweist, anderseits in der Erfahrung positive Grundlagen unseres Wissens aufzufinden wähnt, psychologische Ideen äußert, welche der psychoanalytischen Auffassung soweit entgegenkommen, wie es nur durch das Rüstzeug der Logik und der Selbstbeobachtung möglich ist.