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Als „Mythologeme“ bezeichnet der Verfasser fiktive Hilfsannahmen, die Unpersönliches, um es begreifbar zu machen, personifizieren. (Der Verfasser betont, daß er in diese Bezeichnung keinen tadelnden Nebensinn legt; ein Mythologem, dem es gelingt, Dunkelheiten zu durchlichten, Verworrenes zu ordnen, könne äußerst wertvoll werden.) Der Psychologie — führt Schultz aus — ist vielleicht noch niemals eine interessantere Entdeckung gelungen, als die, welche die Namen Breuers und Freuds mit solchem Recht berühmt gemacht hat. Es sei jedoch bereits zeitgemäß zu prüfen, welche von den im allgemeinen so nutzbringenden fiktiven Begriffsgrundlagen der „Psychanalysten“ entbehrlich sind. Die erste psychoanalytische Entdeckung, die der Verfasser einer Kritik unterzieht, ist das Trauma, bzw. die Tendenz Traumata, bzw. „Freuden, die das Gewissen ächtet, ferner beschämende Wünsche …“ usw. zu verdrängen. Diese psychoanalytische Fiktion künde sich zunächst nur leise als Mythologem an: indem die verdrängende Instanz nur andeutungsweise mit Eigenschaften ausgestattet wird, wie sie uns bloß an abgeschlossenen menschlichen Personen bekannt sind. Und die Rücksicht auf die weiteren psychoanalytischen Entdeckungen legt es dem Verfasser nahe, die Personifizierung der verdrängenden Gewalt nicht zu übersehen. („Ich werde also von jetzt an das Unterbewußte [sic!] Freuds als ‚Dämonium’ bezeichnen — abermals ein Ausdruck, in dem keinerlei polemische Absicht sich versteckt.“) Gegenüber der Entdeckung der Konversion glaubt der Verfasser einen Vorbehalt machen zu müssen. „Ängste und Zwangshandlungen dürfen wir als eigentliche Umsetzungen, als Konversionen der verdrängten Komplexe nicht gelten lassen; uns sind sie vielmehr Begleitumstände und wunderliche Formen der Abwehr gegen das Heranschweben dieser Komplexe.“ Das Mythologem des „eingeklemmten Affektes“ lehnt der Verfasser ab. Affekte kann er sich nämlich nur als Erlebnisse einer Gesamtpersönlichkeit vorstellen; es genügt ihm, was jeder Psychologe ohn