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Die Annahme des unbewußten Seelischen ist für Driesch nicht mehr Gegenstand der Diskussion; von dem hervorragenden Autor ausgesprochen, ist das eine gewichtige Zustimmung zur Lehre vom Unbewußten. „Psychologie treiben heißt geradezu, das bewußt Erlebte durch Unbewußtes vervollständigen.“ Mit der
von Descartes stammenden Bewußtseinspsychologie ist endgültig gebrochen. „Durch nichts kann die Lehre vom Seelischen so bereichert werden, als durch genaue Beobachtung gerade solcher Fälle, welche es zwar selten gibt, aber doch geben kann.“ Der Autor begründet die Notwendigkeit, außer dem Begriffe des Unbewußten auch die des „Unter- und Nebenbewußten“ anzunehmen. Das sind aber nur Bezeichnungen, die nichts erklären und keinen Fortschritt gegenüber der von Driesch kaum erwähnten psychoanalytischen Nomenklatur und Problemstellung bedeuten.
Dr. P. Federn (Wien).