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In dieser Abhandlung werden die Lehren Freuds zusammen mit den Auffassungen von Adler, Jung, Ribot, Iwan Bloch, Moll, H. Ellis, Bain zusammengeworfen. Ohne eine kritische Stellung gegen die verschiedenen Autoren einzunehmen, akzeptiert Verfasser eigentlich — alle. Daß aus solchen „Kompromissen“ keine klare und einheitliche Triebpsychologie aufgebaut werden kann beweist diese Arbeit. Dazu kommt, daß Verfasser von der Trieblehre Freuds nur die „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“ zu kennen scheint, was die Mangelhaftigkeit der Ausführungen ganz bedeutend vergrößert.
Verfasser will hauptsächlich das gegenseitige Auswirken von Sexual- und Selbsterhaltungstrieb darstellen, das vernachlässigt zu haben er den Freudschen Lehren zu Unrecht vorwirft. Dann beginnt er mit seinen Anleihen bei den schon genannten Autoren, kommt dabei in Details, die den Zusammenhang oft vermissen lassen, geht aber nirgends so tief, daß er dabei auf Widersprüche stoßen könnte. So werden die zwei Triebkategorien der Selbsterhaltung und der Arterhaltung (nach Ribot) behandelt. Der „Hordentrieb“ wird als Phänomen der gegenseitigen und allgemeinen Anziehung („Sympathie“ nach Ribot) und als Synthese der beiden Urtriebe dargestellt. Bei der Behandlung des Geschlechtstriebes folgt Verfasser zunächst Iwan Bloch, um ihn dann mit Ribot als angeborene motorische Reaktion auf einen äußeren oder inneren Reiz zu definieren. Mit Moll wird er dann in Tumeszenz- und Kontrektationstrieb, oder nach H. Ellis in Tumeszenz- und Detumeszenztrieb zerlegt. Schließlich wird auf die Bedeutung der erogenen Zonen (nach Freuds „Abhandlungen“) hingewiesen. Es folgt eine Besprechung der Bisexualität (im Sinne I. Blochs). Daraus wird eine sexuellneutrale (!) Anziehung abgeleitet, der die sozialen Institutionen ihre Entstehung verdanken sollen. Anderseits spricht Verfasser auch wieder von Sublimierung.
Wir wollen es an diesen Beispielen genügen lassen, um die Art und Weise zu zeigen, mit der Verfasser den Stoff abhandelt. Alles und