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Die Einleitung gibt eine kurze, gute Übersicht über die neueren Theorien der stroboskopischen Erscheinungen; Piklers Theorie bleibt unerwähnt. Dann folgen eigene Versuche, in deren Bearbeitung als Leitmotiv der Gedanke dient, daß wir eine psychologisch fundierte Theorie benötigen und uns mit physiologischen Erklärungen (Marbe, Dürr, Wertheimer, Koffka) nicht geholfen sei. Die Verfasserin sieht das Wesen des Bewußtseins in „Beziehungsetzungen“ (z. B. Verschiedenheit, Gleichheit des genseitigen Abstandes); so findet sie auch folgerichtig die Ursache der stroboskopischen Erscheinungen und die Grundlage des Bewegungsehens selbst in Beziehungsetzungen. Verfasserin beruft sich auch auf Menschen der Stufe der Mythenbildung, auf welcher Stufe „ein Gegenstand, der sich bewegt, ein mit Leben begabter“ sei; auf diejenige Stufe, wo alles belebt und deswegen den Gegenständen die Möglichkeit der Bewegung zuerkannt wird, verweist sie aber nicht (animistische Phase des Wirklichkeitssinnes — Ferenczi) — mit Heranziehung welcher aber Referent die stroboskopischen Erscheinungen psychologisch-analytisch zu erklären glaubt.
Dr. I. Hermann.