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Die entschieden geistreich, mit einem ganz besonderen Schwunge geschriebenen Ausführungen wollen uns keine Kenntnisse, das soll heißen ursächliche Zusammenhänge nach Forderung der Wissenschaft, sondern Erkenntnisse übermitteln,
d. h. den Sinn, das Wesen, den Wahrheitsgehalt einiger Symbole wie Geist, Seele, Erleben, Ding erleben lassen. In dieser Weise soll eine Theorie des Bewußtseins, d. h. eine Erkenntniswissenschaft aufgebaut werden.
Das Ding besitzt also keine bewußtseinsunabhängige Wirklichkeit, es ist nichts anderes, als die Projektion des Ichs in der Wirklichkeit (K. beruft sich hier auf Nietzsche). Der Auffassungsakt des Dinges ist art-, zeit- und raumlos, er ist die bloß zählbare Tat. Die Einheit, die Zahl, das Zählen ist ein rein geistiges Erzeugnis, nicht so die Arteigenschaften, die Stetigkeit, die Raumzeitlichkeit sinnlicher Erlebnisse: diese sind außergeistig, unbegreiflich. Der Geist ist gezwungen, alles zu verdinglichen und so muß auch das Ich handeln, welches die Manifestation des Geistes im Leben darstellt; dabei ist das Ich auch ein Ding und doch wirklich. Das Ich wird gedacht und erlebt. In der Wirklichkeit des Geschehens muß sich das Ich gegen jede Gefahr behaupten; die in die Dinge projizierte Selbstbehauptung des Ichs wird „Ursache“ genannt.
Die Seele ist dasjenige, was Erleben ermöglicht; sie hängt mit dem Körper im Verhältnisse von Sinn und Erscheinung, Zeichen und Bezeichnetem zusammen. Jede Erscheinung muß demnach Sinn haben, d. h. beseelt sein, also dem früher Gesagten entsprechend, muß behauptet werden, daß nicht die Dinge, sondern die Bilder beseelt sind. Der Auffassungsakt, welcher zu Dingen führt, ist wesentlich verschieden von demjenigen, welcher Bilder als Wesen, als Seelen emporsteigen läßt; der erstere Akt ist das Empfinden, der letztere das Schauen. Im Traume wird geschaut. Der Raum wird geschaut, die Stärkegrade der Sinnesdaten empfunden; jede Empfindung ist nichts anderes als Tasten; Tasten aber setzt Selbstbeweglichkeit vorau