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Interessiert denn auch diese, in einer weltfremden Werkstätte der experimentellen Psychologie entstandene Arbeit den Psychoanalytiker? Was geht es die Psychoanalyse an, daß es viele Arten von Scheinbewegungen gibt, daß auch ein wirklicher Gegenstand „invers“, also in einer Scheinlage gesehen werden kann? Nun, man bedenke, was es bedeutet, daß man die wirklichen Gegenstände auch anders sehen kann, als sie gewöhnlich gesehen werden, daß einfache Figuren in über sechzig phänomenal verschiedenen Raumformen erscheinen können. Dabei lehrt die Erfahrung, daß die Invertierungen wirklicher Gegenstände, das Heraussehen der verschiedensten Formen bei Figuren nur nach einer gewissen Anstrengung, nach Niederkämpfen der Angewöhnung, der Voreingenommenheit gelingen wollen. Ist das Ich noch frei von dieser Angewöhnung, dann können eben die verschiedensten (auch symbolischen) Formen in das Gegebene ganz leicht hineingesehen werden. Auch soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß hier nicht einmal von angewöhnten Gedankenrichtungen, sondern einfach von angewöhntem Sehen die Rede ist, trotzdem wirken schon hier Voreingenommenheiten und versperren viele gangbare Wege.
Dr. I. Hermann.