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Die vorliegende Arbeit fußt auf der Idee, daß der im mathematischen Sinne gemeinte Funktionsbegriff auch in die Biologie einzuführen sei. Durch diesen Begriff soll ein System der biologischen Psychologie, möglichst fern von allem Phänomenal-Introspektiven ermöglicht werden. Berücksichtigt werden hier von Burkamp nur die Funktionen des Faktors t (Zeit), also vorzüglich die Kausalfunktion. Beginnend bei den Reaktionen der primitivsten Lebewesen führt uns der Autor zu den entwickeltesten psychischen Akten des Menschen, zu den Wertungen, zur Bildung der Persönlichkeit, der Ideale des Ichs aus der Urpersönlichkeit und Umgebung, lenkt unsere Aufmerksamkeit von den Urmotiven der Handlung—Lust und Unlust — zu den „axiologischen“ Wertungsmotiven: nirgends wird die Kette der Kausalfunktionen durchbrochen gefunden. Doch nicht nur innerhalb des Bewußten, sondern auch unbewußte Prozesse einschließend kann diese restlose kausale Beziehung festgestellt werden. — Die Erwähnung der Psychoanalyse bleibt aus. Das hindert uns nicht zu bemerken, die funktionale Auffassung des Autors verdiene bei einer systematischen Durcharbeitung der Metapsychologie Beachtung.
Dr. I. Hermann.