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Verfasser unternimmt nichts Geringeres, als eine Gefühlskritik im Sinne Kants zu entwickeln, d. h. die Gefühlsverfehlungen, die durch das Gewissen entdeckt und verbessert werden, ebenso ausfindig zu machen, wie Kant diejenigen Täuschungen eruierte, welche durch unser Wissen bemerkt und berichtigt werden. Beide Kritiken stoßen nach Vetter auf Mängel und Störungen der Sinnlichkeit, was im Gebiete des Gefühls mit Störungen und Konflikten der Erotikgleichbedeutend sei. Diese erotischen Konflikte werden nun im vorliegenden Werke in historischen Epochen, in Kunstrichtungen, in den Erscheinungen der Liebe (Ambivalenz, Homoerotik, Autoerotik, Familienleben), in politischen und religiösen Strömungen dem Leser vorgeführt, ihre Folgen, auf den Begriffen der Verdrängung und Sublimierung fußend, in der Abwendung von der Gegenwart und vom Sinnlichen überhaupt,