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Der Autor dieser glänzend verfaßten Selbstbiographie ist ein in München lebender Schriftsteller, der sich sowohl durch literarische wie kritische Tätigkeit vorteilhaft bemerkbar gemacht hat. Die vorliegende Schrift dürfte zweifelsohne seine bedeutendste Leistung sein, und zwar nicht nur in künstlerischer Hinsicht. Es ist gebührend, ehe wir auf die uns speziell interessierenden Werte des autobiographischen Werkes hinweisen, dem Stilkünstler, der es geschrieben hat, vollste Anerkennung zu zollen. Martens zählt zu den wenigen Schreibbeflissenen in Deutschland, die stets im Konkreten verbleibend, allein schon durch das Stoffliche und Gegenständliche anziehen, sich niemals ins Uferlose verlieren und auch vor dem Schreibtisch gediegene Gesellschaftsmenschen bleiben, die keine anderen als gemeinsame Interessen kennen. Seine Mentalität ist von jener Art, die man unwillkürlich akzeptiert, auf die man eingeht und die man auch bei gegensätzlicher Anlage für vollwertig nimmt. Er ist kein Eigenbrötler, wie die meisten „deutschen“ Talente und Genies, sondern durch Zucht und Eigenwille ein guter „Europäer“, weniger auffällig, als einen hohen — heute gewiß noch selten erreichten — geistigen Durchschnitt kennzeichnend, also Hoffnung einer gesitteten Zukunft ohne nationale oder völkische Beengtheit.
Die autobiographischen Auslassungen eines Schriftstellers dieser Art sind von vornherein interessant, weil sie für einen kultivierten Typ einstehen, dessen Charakterologie für unsere Zeit nicht ohne Bedeutung