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Unter den zahlreichen Sektenbildungen, die wir in protestantischen Ländern kennen, ist die der sogenannten Königsberger Mucker im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts eine der bekanntesten geworden. Der Autor gibt in dieser Darstellung des Prozesses, der wegen öffentlichen Skan dales von Staats wegen gegen die Häupter der Sekte geführt wurde, eine sachliche Schilderung vom psychiatrischen Standpunkt aus, und wird auch dem starken sexuellen Einschlag einigermaßen gerecht, dem wir in solchen religiösen Konventikeln regelmäßig begegnen. Es handelte sich auch hier um die typische Erscheinung religiöser Sektenbildmig, die von zwei Paranoikern ausgehend, auf psychische Schwächlinge und Psychopathen eine starke Seelische Infektion ausübte und sie im Lauf eines Menschenalters in Konflikt mit Staat und Gesellschaft brachte.
Hitschmann (Wien).